Vereinsgeschichte

Von 1890 - Heute

Unser Musikverein besteht seit 1890 und steht für Tradition, Gemeinschaft und musikalische Leidenschaft. Von den ersten Auftritten bei Festen bis zu großen Konzerten prägen Engagement, Ausbildung und kulturelle Vielfalt unser Vereinsleben. Musik verbindet Generationen – damals wie heute.

1890

1890 ist bezeugtermaßen das Gründungsjahr einer Musikkapelle in Harthausen.
Damals haben sich mehrere Musikanten zusammengetan, um unter der Leitung von Kapellmeister Josef Schneider in der näheren und weiteren Umgebung zu gegebenen Anlässen aufzuspielen. Es handelte sich hierbei nicht nur um Musiker aus Harthausen, denn auch aus Irslingen, Leidringen und Oberndorf kamen Spieler hinzu. Diese bildeten dann den Stamm der ersten Harthausener Musikkapelle, welche vor allem bei Anlässen wie Hochzeiten und Musterungen auftrat. Die ersten Musikproben wurden im Haus des Dirigenten abgehalten.

1919

So wurde fröhlich musiziert bis zum ersten Weltkrieg. Im Jahre 1919 starb der Gründer der Musikkapelle, Josef Schneider, im Alter von 67 Jahren. Jedoch gründete sein gleichnamiger Sohn, der im Gründungsjahr geboren war, noch im selben Jahr eine neue Kapelle. Und so wurde bis zu Beginn des zweiten Weltkrieges musiziert und gefeiert.

1953

Nach diesem Krieg dauerte es jedoch etwas länger und so konnte wiederum Josef Schneider erst im Jahre 1953 erneut eine Musikkapelle leiten.

1955

1955 übernahm zum ersten Mal ein Dirigent den Taktstock, der nicht aus dem Hause Schneider kam. Es handelte sich dabei um den Musiker Karl Ebinger. Unter dessen Leitung entwickelte sich die Kapelle weiter und so kam es dazu, dass am 22. April 1961 ein richtiger Verein gegründet wurde. Da es bis dahin noch keinen Vorsitzenden gab – Ludwig Merkt war Geschäftsführer und zugleich Schriftführer gewesen – wurde der damalige Bürgermeister Josef Merkt zum 1. Vorsitzenden des jungen Vereins gewählt.
Schon bei der Gründungsversammlung traten 75 Musikfreunde in den Verein ein.

1962

Ein Jahr später konnte man schon 135 Mitglieder verbuchen. Seither ist der Verein fest in das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Harthausen integriert.

1979

Im Jahre 1979 wurde der Verein in das Vereinsregister eingetragen.

1981

Am 90-jährigen Jubiläum, das man im Jahre 1981 feierte, zählte der Verein 33 Aktive, 9 Jungmusiker und 107 passive Mitglieder.

1982

Im Jahr 1982 feierte man ein weiteres großes Jubiläum, nämlich 1100 Jahre Harthausen. Das Fest wurde vom 20. bis 23. August gefeiert, wobei der Musikverein sage und schreibe 7 Auftritte hatte. Zu dieser Gelegenheit bekam man von Mitglied und Gönner Otto Mochmann eine Lyra gespendet. Im selben Jahr wurden zudem noch die neuen Fasnet-Uniformen eingeweiht.

1985

Im Jahr 1985 entschieden sich die Verantwortlichen, das bisherige Herbstfest auf neuem Wege zu begehen. Dies war die Geburt unseres Schlachtfestes, das zu einem festen Bestandteil des Vereinsjahres wurde und immer wieder mit viel Freude und großem Engagement gefeiert wird.
Im selben Jahr erspielte man sich beim Landesmusikfest in Wurmlingen in der Marschmusikbewertung einen 1. Rang. Da zu dieser Veranstaltung intensiv geübt werden musste, wurde in Anlehnung an das Übungsgelände der Begriff „Zinkenmarsch“ geboren.

1988

Das Jahr 1988: In diesem Jahr widerfuhr dem Musikverein sowie dem ganzen Ort etwas Besonderes. Der damalige SWF Tübingen nahm in der Gemeindehalle eine Folge der beliebten Sendung „Morgenläuten“ auf. Zusammen mit dem Kirchenchor Harthausen durften wir uns den Radiohörern präsentieren. Diese Sendung wurde dann zur großen Freude aller Beteiligten am Morgen des 25. November 1988 übertragen.

1990 - 1991

Im Jahr 1990 feierte der Musikverein Harthausen sein 100-jähriges Bestehen. Bei diesem Anlass wurde der Verein mit der Zelterplakette geehrt. Diese Ehrung würdigt die Verdienste des Vereins zur Erhaltung des deutschen Liedgutes.

Ein Jahr später, 1991, legte der langjährige 1. Vorsitzende Ludwig Merkt sein Amt nieder und übergab die Verantwortung in die Hände von Klaus Münst.

1992

Im Jahr 1992 wurden neue Uniformen beschafft.

1994

Am 16. Dezember 1994 fand ein Adventskonzert der besonderen Art statt. An diesem Abend schwang Hans Haibt nach 28 Jahren Dirigententätigkeit zum letzten Mal den Taktstock. Diesen gab er an seinen Nachfolger Horst Heimburger aus Herrenzimmern weiter.

1996

Das Jahr 1996: Höhepunkt war die Einweihung der neuen Albblickhalle, wodurch der Platzmangel ein Ende fand. In der neuen Halle fand dann auch am 14.12. das alljährliche Weihnachtskonzert zusammen mit dem Musikverein Villingendorf statt. Erwähnenswert war auch ein Tagesausflug ins Landesgestüt Marbach. Außerdem begann in diesem Jahr der Umbau des Proberaums.

1997

1997 war ein sehr bewegtes Jahr für die Kapelle. Neben zahlreichen Terminen wurde ein wöchentlicher Arbeitsdienst organisiert, um die Fertigstellung des Proberaums voranzutreiben.
Beim Kameradschaftsabend im Schützenhaus wurden die Treffsicherheit und Geselligkeit gepflegt.
Das Schlachtfest am 27. und 28.09. wurde durch den Auftritt der „Oberschwäbischen Dorfmusikanten“ und die bekannte gute Schlachtplatte ein toller Erfolg.
Ein weiterer Höhepunkt war die CD-Aufnahme des Narrenmarsches und des Altjägers in einem Tonstudio in Villingendorf.
Traurigerweise kam der ehemalige 2. Vorsitzende Gerold Hafner bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall ums Leben.

1998

Am 01.06.1998 wurde das neue Probelokal mit einem kleinen Fest eingeweiht.
Dirigent Horst Heimburger kündigte sein Amt, und es musste dringend Ersatz gesucht werden.
Auch 1999 gab es viele Auftritte. Joachim Schiele übernahm vorübergehend die musikalische Leitung.

2000

Im Jahr 2000 feierte der Musikverein sein 110-jähriges Bestehen.
Das Jubiläumsfest fand vom 22.–24.09. statt, mit Ehrungen langjähriger Mitglieder.
Der Vereinsausflug führte nach Baden-Baden zur Spielbank und zur Weinprobe nach Rammersweiher.
Das Adventskonzert fand erstmals unter der Leitung von Joachim Schiele statt.

2001

Neben jährlichen Auftritten erhielt die Kapelle von der Narrenzunft Epfendorf eine Auszeichnung für 25 Jahre Teilnahme am Rosenmontagsumzug.
Hans Haibt wurde beim Weihnachtskonzert zum Ehrendirigenten ernannt.

2003

Ab 11.06.2003 übernahm nach langer Suche Egon Laib aus Winzeln bis zum Weihnachtskonzert den Dirigentenstab.

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